KoVoBa machte 3D-Technologien für Denkmale erlebbar
Wie lassen sich historische Oberflächen präzise dokumentieren und gleichzeitig verständlich vermitteln? Genau hier setzte das Projekt KoVoBa an. Ziel war es, 3D-Scan, digitale Modellierung und 3D-Druck als Werkzeuge für Denkmalpflege, Bildung und Museumspraxis zu erproben.
Ein wichtiger Bestandteil waren praxisnahe Projekttage an Schulen. Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Regelschule Schöndorf in Weimar sowie des Evangelischen Gymnasiums Mylau erhielten Einblicke in den gesamten Workflow moderner 3D-Technologien – vom Scannen über die digitale Bearbeitung bis zum eigenen 3D-Druck. Dabei entstanden eigene Modelle, die anschließend gemeinsam ausgewertet wurden. Die Workshops zeigten, dass sich digitale Technologien hervorragend als motivierendes Lernformat und zur Berufsorientierung eignen.
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Parallel dazu wurde das Verfahren direkt am Denkmal getestet. Auf der Burg Mylau wurden verschiedene Bauteile und Oberflächen – darunter Steinreliefs und Fassadenbereiche – digital erfasst. Ein besonderer Fokus lag auf der Dokumentation von Natursteinoberflächen und Schadbildern, um das Potenzial der Technologie für Restaurierung und Denkmalpflege zu untersuchen.
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KoVoBa verdeutlicht, wie digitale Methoden den Erhalt von Kulturgütern unterstützen und gleichzeitig neue Wege der Vermittlung eröffnen. Durch 3D-Scans und 3D-Druck können historische Objekte präzise dokumentiert und als taktile Modelle erfahrbar gemacht werden – ohne das Original zu gefährden. Das Projekt ist im Dezember 2025 ageschlossen worden.