Dekontex plant Demonstration an einem realen Denkmal
Im Rahmen des Projektes DekonTex entwickelt ein Team von ein neuartiges Verfahren und ein geeignetes Material, um der verbreiteten Belastung von Kunst- und Kulturgütern mit chlororganischen Bioziden zu begegnen.
Durch die Kombination eines katalytisch-chemischen Verfahrens mit einer moderaten Erwärmung gelingt es, toxische Verbindungen wie DDT, Pentachlorphenol oder Lindan komplett in unschädliche Produkte umzuwandeln und damit die Objekte zu dekontaminieren. Praxistauglich und für Restaurator*innen unmittelbar anwendbar soll dies durch spezielle Textilien werden, die die Schadstoffe aufnehmen können, die optimale Temperatur aufrechterhalten und die schließlich die Umwandlung der kritischen Substanzen ermöglichen.
Hierzu diskutierten die Projektpartner Anfang März bei einem Treffen am Institut für Diagnostik und Konservierung an Denkmalen in Sachsen und Sachsen-Anhalt (IDK) in Dresden. Die Forschenden von der HTWK Leipzig stellten die Fortschritte bei der Untersuchung und Optimierung von Migrations- und Sorptionsprozessen und bei der Materialcharakterisierung dar, während die imbut GmbH die Herstellung der maßgeschneiderten Textilien thematisierte.
Das IDK stellte Untersuchungen vor, die die restauratorische Verträglichkeit der eingesetzten Methode betrafen. Das Projekt hat mittlerweile einen Stand erreicht, der es ermöglicht, konkrete Demonstrationsmaßnahmen an einem realen Denkmal zu planen.