Die Vogtlandpioniere präsentieren sich in Brüssel beim New European Bauhaus-Festival
Vom 9. bis 13. Juni 2026 veranstaltete die Europäische Kommission in Brüssel das New European Bauhaus-Festival – eine Plattform für alle, die sich europaweit für nachhaltiges, inklusives und schönes Bauen und Sanieren engagieren. Mit dabei: das EU-Projekt Bauhaus4EU, koordiniert von der Bauhaus-Universität Weimar. Die Vogtlandpioniere sind regionaler Partner des Projekts und bringen ihre Kontakte, Orte und Erfahrungen bei der Konzeption und Erprobung von Regionallaboren zum baukulturellen Erbe ein.
Regionallabor „V:Act“ im Royal Museum of Art & History
Am 11. Juni stellte Constanze Roth im Workshop von „Bauhaus4EU“ im Royal Museum of Art & History das Regionallabor „V:Act“ vor. Im Mittelpunkt standen die Ziegelwerkstatt, das Brennfest und die Netz-Werkstätten des Projekts: Wer war beteiligt? Welche Herausforderungen gab es vor Ort? Wie lassen sich unterschiedliche Zielgruppen aktivieren – und wie ist das gelungen? Moderiert wurde die Veranstaltung von Tonia Schmitz, Bauhaus-Universität Weimar und Koordinatorin des NEB-Projekts Bauhaus4EU.
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Constanze Roth präsentierte auf dem New European Bauhaus-Festival in Brüssel ein Beispiel von Regionallaboren aus dem
Bündnis Vogtlandpioniere. Foto Tonia Schmitz
Im anschließenden Austausch diskutierten die Teilnehmer:innen – darunter die Deutsche Kontaktstelle „Neues Europäisches Bauhaus Deutschland“, die Stadt Chemnitz sowie Gäste aus England, Österreich und Kroatien – gemeinsame Ideen zur Umnutzung leerstehender Gebäude durch ko-kreative und partizipative Formate.
Immersive Technologien für kulturelle Teilhabe und regionale Identität
Unter dem Motto „Resilienz“ fand am selben Tag der 6. Small Medium Cities Workshop statt, an dem jährlich europäische Regionen und Länder – darunter auch Thüringen – teilnehmen. Über 50 Teilnehmer:innen aus kleineren und mittleren Städten Schwedens, Finnlands, Belgiens, der Niederlande, Spaniens und Deutschlands tauschten sich zum Thema „Resilienz von Regionen in Mobilität, Energie und Digitalisierung“ aus.
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Im Workshop der „Resilience for Small and Medium sized Cities of Europe“-Veranstaltung diskutiert Constanze Roth mit den Teilnehmenden über Digitale Zwillinge als innovative Möglichkeit zur Vermittlung von Baukulturerbe. Foto: Annelie Zapfe
Constanze Roth präsentierte in einem von acht Foren ein Usecase aus den Vogtlandpionieren: Unter dem Titel „How Immersive Technologies Open New Pathways to Cultural Participation and Regional Identity“ stellte sie das Digitalprojekt „TENUBA“ vor. Gemeinsam mit Schüler:innen wurden dabei Theaterspiel, digitale Zwillinge der Burg Elsterberg und AR/VR-Technologie miteinander verbunden. Das Projekt zeigt, wie digitale Technologien und „Digital Twins“ die Sanierung historischer Bauwerke unterstützen und Geschichten rund um diese Orte auf neue, zeitgemäße Weise an die nächste Generation vermitteln können – ein Beitrag zu regionaler Identität, Bürgerbeteiligung und Resilienz.
Herzlichen Dank an Annelie Zapfe (Thüringer Landesvertretung in Brüssel) für die Einladung sowie an Alexandra Hunger (Bauhaus-Universität Weimar) für die gemeinsame Vorbereitung des Forums.
Besonders spannend war für die Projektkoordinatorin der Austausch mit Eva Haraldsson aus Schweden, die leerstehende Gebäude am Fluss durch ko-kreative Prozesse aufwertet, sowie der Besuch von TRACK – einem soziokulturellen Zentrum im ehemaligen Eisenbahnmuseum im Brüsseler Nordbahnhof, das heute als Ort der Begegnung und des Austauschs die Entwicklung des Bahnhofsviertels begleitet.