Statustreffen TRANS-MISSION: Halbzeit im Wollwaschprojekt erreicht!
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Die TU Chemnitz und der ehrenamtliche Verein zum Industriedenkmal „Alte Spinnerei und Tuchfabrik“ in Lengenfeld arbeiten seit einigen Monaten gemeinsam an der Frage, wie eine innovative Wollwäsche zur Entwicklung regionaler Wollprodukte und damit zur lokalen Wertschöpfung beitragen kann. Zur Projektmitte stellten Maschinenbauingenieur Philipp Bley, Kulturhistorikerin Nadine Holesch und Holger Cebulla von der Professur für Textile Technologien ihre Ergebnisse vor.
Philipp Bley dokumentiert derzeit die Arbeitsschritte zur Nutzung der teilweise über hundert Jahre alten Spinnereimaschinen, um den Wissenstransfer zu sichern; ergänzend entstehen kurze Videos. Nadine Holesch arbeitet an einer neuen Webseite, die die Sichtbarkeit des Vereins stärken und zugleich der Vernetzung mit regionalen Wollzulieferern und Partnern dienen soll.
Holger Cebulla befasst sich mit der Konzeption und Beschaffung einer neuen Wollwaschanlage. Da der bisherige Industriepartner insolvent wurde, waren dafür umfangreiche Recherchen zu geeigneten Anlagenbau-Firmen erforderlich. Parallel dazu wertet die Universität zahlreiche Wollwaschversuche aus, um eine möglichst umweltschonende Reinigung der tierischen Fasern zu entwickeln.
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Gemeinsam mit Constanze Roth und Henry Ludwig schloss sich eine Führung durch Textillabor und Technikum an, bei der unter anderem Faserlängen mikroskopisch untersucht, Restfettgehalte in Wolle diskutiert und verschiedene Schafswollen begutachtet wurden. Für den Sommer ist zudem ein Färbekurs für Wolle mit natürlichen Farbstoffen geplant.
Fotos: Constanze Roth