Web-Konferenz am 22. Juni 2020

Thüringen ist reich an Gebäuden und Denkmälern sowie Schriften, Bücher, Kunstwerken, Filmen und weiteren Exponaten in Archiven, Bibliotheken, Museen und Sammlungen. Die Digitalisierung stellt für diesen reichen kulturellen Schatz eine Chance dar, diesen nachhaltig zu sichern und dauerhaft verfügbar zu machen. Alle Interessierte, vor allem natürlich die Akteure aus Wissenschaft, Kultur, Kreativwirtschaft, Tourismus, Museen und Archiven können sich in der Web-Konferenz der Staatskanzlei Thüringen über regionale und europäische Projekte zur Digitalisierung von Kulturerbe und zukünftige Förderprogramme informieren.

In der auf 1,5 Stunden angelegten Konferenz wird zunächst die Time Machine  von Prof. Sander Münster von der Friedrich-Schiller-Universität Jena vorgestellt, eine europäische Forschungsinitiative zur Digitalisierung von Kulturerbe.  Die Teilnehmer bekommen darüber hinaus Einblicke in die Landesinitiative zum digitalen Kulturerbe sowie konkrete Beispiele aus der Wirtschaft zur Nutzung und Anwendung von Kulturerbedaten. Mit dabei ist auch ein Mitgliedsunternehmen der Vogtlandpioniere, die rooom GmbH. Der zweite Teil nimmt die europäische Ebene in den Fokus: Von Seiten der Europäischen Kommission werden 3 Sprecher aus verschiedenen Generaldirektionen über zukünftige Initiativen und Förderprogramme auf EU-Ebene berichten.

Das vollständige Programm mit weiteren Informationen finden Sie hier. Die Veranstaltung wird über Webex durchgeführt. Die Zugangsdaten werden per E-Mail an die registrierten Teilnehmer versendet.  Zur Anmeldung

Der MDR dreht einen Beitrag über die innovative Nutzung von Gebäuden und Fabriken im Vogtland für das Thüringen-Journal. Das Drehteam hat gemeinsam mit den Vogtlandpionieren 2 Standorte besucht.

Dreharbeiten in Greiz

Constanze Roth bei Filmaufnahmen in der Alten Papierfabrik Greiz

Die Alte Papierfabrik Greiz hat sich mit einer Idee zur innovativen Umnutzung am 2. Aufruf der Vogtlandpioniere beteiligt. Peter Schmidt, Vorsitzender des Vereins Alte Papierfabrik Greiz e.V. erzählt von seinen Plänen, weitere Räumlichkeiten der 100 Jahre alten Fabrik aus rotem Klinkerstein durch smarte Textilien nutzbar zu machen.

Bild vom alten Industriepavillon in der Elsteraue in Plauen

Industriepavillon in der Elsteraue in Plauen

Der zweite Drehort ist der alte Industriepavillon (gebaut um 1910) in der Elsteraue in Plauen, einst der Ausstellungs-Pavillon der Plauener Spitzen- und Gardinen Manufakturen. Das Objekt ist denkmalgeschützt, stand viele Jahr leer und war baulich total heruntergekommen. Der Plauener Unternehmer Roland Fuhrmann hat das Gelände mit dem Pavillon erworben, mit der Sanierung begonnen und plant jetzt eine neue Nutzung.

Der Pavillon liegt in der Elsteraue und gehört zum Hempel-Areal. Dort werden zeitgleich die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude Hempelsche Fabrik und das Weisbachsche Haus saniert und für eine neue Nutzung vorbereitet.

Das Team um Birgit Schindler hat aus dem Material einen wunderbaren Beitrag kreiert.

Der Sendetermin ist am 22. Mai 2020 im MDR Thüringen Journal. Der Radiobeitrag lief am 22. Mai im MDR THÜRINGEN – Das Radio.
Den ausführlichen Begleittext finden Sie hier.

Im Juni startet das 3. Prioritätsvorhaben der Vogtlandpioniere. Die Verbundpartner Bauhaus Universität Weimar, pons asini LINKE, DÄHNE & PARTNER RESTAURATOREN aus Mellingen sowie Guido Morgenthal Technologien im Bauwesen (GMTIB) aus Weimar werden in den nächsten 14 Monaten die „Grundlagen der Digitalisierung in Denkmalpflege und Sanierung“ in unserem WIR!-Bündnis erarbeiten.

Das Projekt dient der Erschließung und Vermittlung innovativer Technologien für eine kontinuierliche digitale Bestands- und Zustandserfassung historischer Bauwerke. Zudem werden effektive neue Werkzeuge für die Bauwerkserhaltung und Sanierungsplanung erarbeitet.

Exemplarisch an mindestens 2 Baudenkmälern im Vogtland wird das Potential einer digitalen Prozesskette für den Bereich der Sanierung und Denkmalpflege evaluiert. Die Projektpartner arbeiten eng mit erfahrenen Restauratoren und Technologiedienstleistern sowie Bauwerksnutzern und -betreibern zusammen. Für diesen Austausch müssen nun in unserem neuen Alltag mit Covid-19 erfolgreiche Wege gefunden werden.

Weitere Informationen über die wesentlichen Entwicklungsziele des Prioritätsvorhabens finden Sie auf der Übersicht über die laufenden Projekte der Vogtlandpioniere.

Uns haben trotz des Lockdowns durch die Covid-19-Pandemie schon einige Kurzskizzen und viele neue tolle Ideen für den 2. Aufruf UMDENKEN, UMPLANEN, UMNUTZEN – INNOVATIONSKONZEPTE FÜR DIE NUTZUNG SCHÜTZENSWERTER BAUWERKE IM VOGTLAND erreicht. Vielen Dank dafür!

Wir möchten Ihnen nun die Gelegenheit geben, Ihre Ideen trotz der Einschränkungen durch Covid-19 auszuarbeiten und einzureichen. Deshalb hat die Koordinierungsstelle der Vogtlandpioniere eine Änderung der Bekanntmachung für den 2. Projektaufruf veröffentlicht.

Die neuen Fristen:

  • Der Stichtag zur Einreichung einer 1,5 seitigen Kurzfassung über das Online-Formular wird auf den 31. Mai 2020 verschoben.
  • Der Stichtag zur Einreichung einer Projektskizze wird auf den 20. Juli 2020 verschoben.
  • Der Stichtag zur Einreichung der formalen Förderanträge beim Bundesministerium für Bildung und Forschung wird auf den 01. November 2020 verschoben.
  • Der Stichtag zum Projektstart wird verschoben auf den 01. Februar 2021.

Den vollständigen Wortlaut der Änderung der Bekanntmachung finden Sie hier.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Suche von geeigneten Projektpartnern. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!